Unser Besuch im Caspar Ritter von Zumbusch-Museum in Herzebrock

 

Vor den Herbstferien 2012 besuchten die Kinder des 3. Schuljahres das weltweit erste Caspar Ritter von Zumbusch-Museum in Herzebrock.

 

Der Künstler, Professor und Bildhauer wurde als Caspar Zumbusch 1830 in dem Museumsgebäude in Herzebrock geboren und verstarb 1917 in Rimsting am Chiemsee.

 

Dazwischen liegt ein Lebenswerk, das viele bis heute bekannte Großplastiken umfasst. Die Porta Westfalica, das Maxmonument in München, das Marien-Theresien-Denkmal und das Beethoven-Denkmal in Wien stammen von ihm.

Aber noch einen anderen Künstler aus der Region wollten wir dort gerne kennen lernen: Kennst du Böckstiegel? - So lautet das Kunstbilderbuch für Kinder, das wir in der Schule bereits angeschaut hatten.

Auch auf der Internetseite über Böckstiegels Leben in Werther hatten wir uns bereits informiert: Peter August Böckstiegel (1889-1951) gilt als einer der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts aus Westfalen.

Seine Gemälde, Aquarelle, Druckgrafiken und Skulpturen sind von großer Nähe zu seiner bäuerlichen Umgebung geprägt.

Mit großer Aufregung fuhren mit dem Zug nach Herzebrock; für viele Kinder war es die erste Fahrt mit der Eisenbahn!

Vor dem Fachwerkhaus in dem Caspar Ritter von Zumbusch geboren wurde, wurden wir freundlich von Herrn Buddenborg empfangen.

Nach den ersten Erklärungen zum Haus ging es durch das holzvertäfelte Treppenhaus in den ersten Stock zu den Ausstellungen.

Dort gab es drei Räume, in denen wir etwas über das Leben und die Arbeiten von Caspar Ritter von Zumbusch erfahren konnten.

 

In den drei folgenden Räumen erklärte uns Herr Buddenborg die Bilder von Peter August Böckstiegel.

Sein künstlerisches Leben fand unter schwierigen Verhältnissen statt. Mit der Natur und seiner Heimat fühlte sich Böckstiegel sehr verbunden. Das harte bäuerliche Leben um 1900 war nur durch einen engen Zusammenhalt der Familie zu bestehen.

Wir konnten viele Fragen stellen und betrachteten die Bilder genau.

 

Manche Kinder fanden die Bleistiftzeichnungen interessant, andere die bunten expressionistischen Bilder. Die Familie war für Peter August Böckstiegel immer wichtig; er hat seine Eltern und Kinder oft gemalt. Ausdrucksvolle Bilder gibt es auch von der Zeit als er im ersten Weltkrieg in Schlesien und Russland war.

 

Die Aquarelle mit ihren besonderen Farben haben uns Gefühle besonders angesprochen, denn die leuchtenden Farben verbinden Mensch und Landschaft.

Der Ausflug nach Herzebrock hat allen Kindern Spaß gemacht und zum Nachlesen und Anschauen gab es als Geschenk für alle Kinder das Begleitheft zur Ausstellung.

 

Wir, Lehrerinnen, Schülerinnen und Schüler, bedanken uns auch an dieser Stelle für die interessante Führung von Herrn Buddenborg vom Heimatverein Herzebrock!